Mammografie
Die Mammographie ist die Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust mit einem speziellen Röntgengerät. Die Mammographie ist das empfindlichste Verfahren, um auch sehr kleine, noch nicht tastbare Knoten in der Brust festzustellen und Verkalkungen nachzuweisen. Deshalb wird die Mammographie seit einigen Jahren auch in Deutschland flächendeckend zur Früherkennung („Screening“) des Brustkrebses eingesetzt. Während beim „Screening“ definitionsgemäß gesunde Frauen ohne Beschwerden untersucht werden, wird die Mammographie im Raz Hamm zur Abklärung von tastbaren Knoten, bei Entzündungen oder Schmerzen in der Brust sowie bei erhöhtem Brustkrebsrisiko und in der Tumornachsorge eingesetzt.
Da die Anwendung einer geringen Dosis von Röntgenstrahlen für eine Mammmographie erforderlich ist, ist es besonders wichtig, Gerätetechnik, Einstellung und Auswertung der Untersuchung zu optimieren. Dazu dienen folgende Maßnahmen, bei denen wir zum Teil auf Ihre Unterstützung als Patientin angewiesen sind:
- für eine optimale Bildqualität und eine möglichst niedrige Strahlendosis ist es erforderlich, die Brust für die Aufnahme zwischen zwei Platten zu positionieren und leicht zusammenzudrücken. Diese Kompression wird von den meisten Frauen als etwas unangenehm empfunden, ist aber für die Brust ungefährlich und sollte in der Regel nicht schmerzhaft sein. Auf keinen Fall wird durch die Kompression der Brust Krebs ausgelöst. Die Strahlendosis ist umso geringer, je besser das Brustgewebe komprimiert ist! Moderne Technologie in den Untersuchungsgeräten ermöglicht es, die Kompression auf das allernötigste Minimum zu beschränken. Unmittelbar nach Auslösen der Aufnahme wird die Kompression automatisch aufgehoben.
- Für die Auswertung der Mammographie sind Informationen über früher durchgeführte Operationen an der Brust, über Voruntersuchungen, über andere Vorerkrankungen aber auch über den Zeitpunkt Ihrer letzten Regelblutung entscheidend wichtig. In der zweiten Zyklushälfte ist das Brustgewebe dichter und die Brust schmerzempfindlicher, so dass die Untersuchung am besten in der ersten Zyklushälfte erfolgt; bitte geben Sie uns diese Angaben möglichst vollständig.
- An beiden Standorten des RazHamm werden die Mammographien von speziell für die Mammographie ausgebildeten MTRA (Fachkräfte für Mammadiagnostik) durchgeführt
- Die Tastuntersuchung durch den Arzt gehört untrennbar zur Mammographie dazu, auch wenn Ihr Frauenarzt Ihre Brust bereits abgetastet hat. Wir bemühen uns, diese Untersuchung zügig und in einer entspannten Atmosphäre durchzuführen. Nach der Untersuchung haben Sie in einem persönlichen Gespräch mit dem untersuchenden Radiologen Gelegenheit, über das vorläufige Ergebnis zu sprechen. Die endgültige Beurteilung erfolgt auch im RazHamm nach dem „4-Augen-Prinzip“, d.h. zwei in der Mammographie erfahrene Radiologen befunden die Untersuchung unabhängig voneinander.
- Im RazHamm kommen an beiden Standorten moderne, digitale Mammographiegeräte zur Anwendung, bei denen das Bild nicht auf Röntgenfilme belichtet, sondern digital bearbeitet und archiviert wird. Die Energie der eingesetzten Strahlung ist sehr niedrig, um einen optimalen Kontrast im untersuchten Gewebe zu erreichen und wird durch die Geräte automatisch gesteuert. Die Gerätetechnik und die Qualität der Untersuchungen werden durch die Ärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung nach strengen Vorgaben regelmäßig kontrolliert.
Die Mammographie kann in Verbindung mit einem speziellen, stereotaktischen Zusatz auch dazu dienen, gezielte Proben mit einer Biopsienadel aus der Brust zu entnehmen, wenn verdächtige Bezirke auf dem Mammographiebild erkennbar sind. Diese sogenannten „Stereotaktischen Stanzbiopsien“ sind wenig belastend, können ambulant durchgeführt werden und ermöglichen dem Pathologen eine genaue feingewebliche Diagnose zu stellen. Im Rahmen des „Mammascreening“ Programms werden im RazHamm Mammographie und stereotaktische Biopsien eingesetzt, um diejenigen Befunde abzuklären, die sich bei den Screening - Untersuchungen als auffällig herausgestellt haben („assessment center“).

