Vertebroplastie

Durch Veränderungen der Knochensubstanz der Wirbelkörper können Verformungen und Wirbelkörperbrüche auftreten. Die Mikrobewegungen und die Reizung der Knochenhaut sind für die Schmerzen verantwortlich. Ursächlich liegen solchen Sinterungen eine Osteoporose oder, deutlich seltener, eine tumoröse Destruktion zugrunde. Treten starke Rückenschmerzen auf, die mit Schmerzmitteln unzureichend behandelt werden können, so bietet die Vertebroplastie eine effektive Alternative. 

Bei der Vertebroplastie wird ein Knochenzement in das Zentrum des Wirbelkörpers injiziert. Nach Aushärten dieses Zementes stabilisiert sich der Knochen innerhalb von Stunden. Hierdurch wird eine rasche und lang andauernde Schmerzlinderung erzielt. Ca. 80% der Patienten sind nach der Behandlung schmerzfrei.

Vor der Behandlung muss der erkrankte Wirbelkörper eindeutig erkannt werden. In der Regel genügen hierzu ein Röntgenbild und eine gezielte MR-tomographische Untersuchung, die in den Tagen vor der Behandlung angefertigt werden.

Die Vertebroplastie erfolgt unter röntgenologischer Kontrolle an einer modernen Angiographieanlage. In Bauchlage werden unter sterilen Bedingungen und nach lokaler Anästhesie ein oder zwei Nadeln über die Wirbelbögen in den Wirbelkörper eingebracht. Nach Kontrolle der gewünschten Position erfolgt die Zementinjektion bis zur gewünschten Auffüllung des Wirbels.

Die Untersuchung wird von einem Narkosearzt begleitet, der entweder eine Kurznarkose oder eine medikamentöse Schmerzbehandlung anbietet, so dass der Patient während des Eingriffs keine Schmerzen verspürt.

In den Tagen nach der Behandlung wird der Erfolg überprüft und die Schmerzmedikation den Erfordernissen angepasst. Der Krankenhausaufenthalt beträgt somit nur wenige Tage.

Klinik St. BarbaraSt. Marien-Hospital Hamm
  • Impressum
  • Datenschutz